
CD der Woche
Amy MacDonald - "A Curious Thing"
Einer der Shootingstars 2008 ist zurück. Die Fans werden den Nachfolger von "This Is The Life" lieben.
Bereits ihre Debütsingle "Mr. Rock & Roll" wurde zum beachtlichen Hit. Den großen Durchbruch schaffte Amy MacDonald dann aber mit dem Nachfolger "This Is The Life", der in zehn Ländern auf Platz 1 der Single-Charts ging und es auch bei uns fast geschafft hätte, die Spitze zu erklimmen. "This Is The Life" hieß auch Amys erstes Album, das allein in Deutschland fast 900.000 Mal verkauft wurde und deshalb vierfach Platin kassierte. Und ganz nebenbei zählt es zu den 20 erfolgreichsten Alben des vergangenen Jahrzehnts bei uns. Ach, den "Echo" als beste internationale Newcomerin gab es auch noch. Eine erfolgreiche Tour absolvierte die Schottin ebenfalls. Es ist unglaublich viel passiert in den vergangenen drei Jahren und daher hat uns die Songwriterin eine Menge zu erzählen. Und das tut sie auf "A Curious Thing" auch - im unverkennbaren Amy-MacDonald-Sound (klar, ihre Stimme erkennt man sofort, und deren Stempel würde auch "Alle meine Entchen" in einen typischen Amy-Song verwandeln), mit neuer Energie und mit einigen musikalischen Neuerungen (ein hämmerndes Klavier ist als neues Element integriert).Fragt man Amy nach dem Titel des Albums, erklärt sie, dass der auf einer Zeile aus dem neuen Stück „No Roots“ basiert. Dort singt sie sinngemäß "Ich führe ein merkwürdiges Leben, aber ich komme nicht umhin zu sagen, dass ich glücklich bin". Inspiration findet sie nach eigener Aussage nach wie vor in ihrer eigenen Gefühlswelt, und noch immer geht sie am liebsten in das mickrige, stickige, ja sogar ziemlich muffige Studio im Haus ihres Managers und Produzenten Pete Wilkinson, um an neuen Ideen zu arbeiten.
In „This Pretty Face“ geht Amy dem "ganzen kaputten Promi-Kult" an den Kragen: „Ich hasse diesen Aspekt der Musikwelt: Mich interessiert nur die Musik der Leute und nicht, was für Klamotten sie tragen.“ Mit „What Happiness Means To Me“ klingt das Album aus. Hier wurde Amys Stimme pur ohne jegliche Effekte aufgenommen. Keltische Anklänge hat „Troubled Soul". Den Song hat die 22-Jährige für ihren Freund, einen Fußballer, geschrieben, als er gerade mit seinem damaligen Team eine tor- und glücklose Phase durchmachte. Viele der Songideen lagen unfertig in Amys Schublade oder - um genau zu sein - standen in ihren Notizbüchern. Einige Ideen stammen deshalb aus der Zeit des Debütalbums und wurden jetzt von Amy vollendet. Die schwierige Hürde, nach einem Megaerfolg das Nachfolge-Album vorzulegen, hat Amy MacDonald geschafft, und es dürfte sich der ein oder andere neue Fan finden. Die alten Fans werden "A Curious Thing" sowieso lieben. Denn es ist durch und durch Amy. Und angesichts des andauernden Erfolgs ist es eine große Frage, ob ihr Wunsch wirklich in Erfüllung geht: "Ich führe immer noch ein ganz normales Leben, und das soll auch so lange wie möglich so bleiben.“
Sven Steiner
Don't Tell Me That It's Over
Spark
My Only One
An Ordinary Life
This Pretty Face
Ab Montag die neue CD der Woche: Goldfrapp - "Head First"









