Wie schon bei Sarah Connor scheint auch bei Yvonne Catterfeld die Teilnahme bei „Sing meinen Song“ einen entscheidenden Wendepunkt in ihrem Künstlerleben darzustellen. Beim VOX-Tauschkonzert sah ganz Deutschland, dass die 37-Jährige weit mehr drauf hat als Bohlen-Balladen á la „Für dich“ oder „Du hast mein Herz gebrochen“.
Schon vor der Show-Teilnahme gab es das Album „Lieber so“, in dem Yvonne Catterfeld in Richtung Singer/Songwriter-Pop und schon etwas Soul ging – auch da fanden sich schon Aha-Erlebnisse wie „Pendel“ oder der Titelsong, mit dem sie auch gleich noch Platz 3 bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest holte.
Das inzwischen siebte Album „Guten Morgen Freiheit“ zeigt eine weitere – und die wohl bislang beste – Facette. Schon die Vorabsingle „Irgendwas“ kündigte es an: wir sind diesmal beim Soul-Pop angekommen … und der harmoniert bestens mit der warmen Stimme von Yvonne Catterfeld – die Höhen, die in den früheren Jahren typisch ihre Stimme waren, fehlen seit „Lieber so“. Was damals selbst Yvonnes Freunde überraschte - auch die mussten zwei Mal hinhören, um sie mit ihrem neuen Gesangsstil zu erkennen.
Dazu, dass es jetzt auf „Guten Morgen Freiheit“ nochmal deutlich mehr in Richtung Soul-Pop geht als auf dem Vorgänger, dürfte auch beigetragen haben, dass die Beatgees die Regie übernommen haben. Das Berliner Produzenteam hat bereits mit Namika und Culcha Candela gearbeitet, aber auch mit Lena und Tim Bendzko.
Für „Irgendwas“ kam Bengio zu Yvonne ins Studio, weitere Featurings gibt es von bekannten Namen wie MoTrip, Teesy und Chima. Hinzu kommt die neue künstlerische Unabhängigkeit: Album Nr. 7 ist auf ihrem eigenen Label Veritable Records erschienen. Einzelne Zutaten, die zusammenpassen – das Resultat ist durchweg überzeugend und gelungen.

Sven Steiner

Irgendwas (feat. Bengio)

Guten Morgen Freiheit

Freisprengen

Mehr als ihr seht - Part 2 (feat. MoTrip)

Tür und Angel (feat. Chima)

Scheinriesen