Lunchpakete, Schilderwald und Bettenlager zum NATO-Gipfel
01.04.2009 11:02 - So viele Polizisten wie noch nie in Baden-Württemberg im Einsatz
Für die baden-württembergische Polizei sind beim NATO-Gipfel so viele Beamte im Einsatz wie nie zuvor in der Landesgeschichte. Auch Material, Autos und Überstunden dürften sich in wenig vergleichbarer Weise an den beiden Tagen des Gipfels in Baden-Baden und Straßburg häufen. Unter anderem sind folgende Einheiten zwischen Baden-Baden, Kehl und Straßburg im Einsatz:
- Insgesamt 14.600 Polizisten, darunter 6600 Beamte aus allen Teilen Baden-Württembergs.
- Beamte der Bereitschaftspolizei aus Bruchsal, Göppingen, Biberach, Lahr und Böblingen sowie beispielsweise Schutz- und Kriminalpolizisten, IT-Spezialisten, Polizeireiter oder Hundeführer, "Fremdenführer" für auswärtige Beamte und Konfliktberater.
- Die Polizisten sind in rund 280 Hotels, Pensionen oder Jugendherbergen untergebracht. Sämtliche Betten liegen nicht weiter als 60 Minuten Fahrzeit von Lahr, Kehl und Baden-Baden entfernt. Auch für die "Spezialisten" wie Polizeihunde oder Polizeipferde gibt es passende Unterbringungsmöglichkeiten.
- Es werden 53 Hubschrauber eingesetzt werden, davon 16 von der Landespolizei, 30 von der Bundespolizei und 7 von der Bundeswehr.
- Auf dem Rhein patrouillieren 46 Polizeiboote: 8 schwere Polizeiboote, 9 Mehrzweckboote, 17 leichte Polizeiboote und 12 Schlauchboote.
- Fast 1.000 Wagen sind unterwegs, neben normalen Autos auch Transporter, Lastwagen, Motorräder, Abschleppwagen, Wasserwerfer und Gefangenentransporter. Dazu kommen noch die gesamten Fahrzeuge der sogenannten "geschlossenen Einheiten".
- Im Einsatz sind zudem Reiter- und Hundestaffeln mit jeweils mehr als 50 Polizeireitern und Hundeführern.
- Die Polizisten werden mit mehr als 50.000 Lunchpaketen versorgt. Die eingesetzten Beamten erhalten jeweils eine Mahlzeit nach der Ruhepause und eine warme Mahlzeit nach Feierabend.
- Für die medizinische Betreuung der Polizei stehen pro Tag rund 135 Experten bereit, davon etwa 30 Polizeiärzte sowie psychologisch geschulte Polizeibeamte, Psychologen und Seelsorger. Eingesetzt werden auch Rettungstransportwagen und Krankentransportwagen der Polizei.
- Rund 3.000 Hilfskräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Katastrophenschutz sind im Einsatz. Sie sollen bis zum Sonntag die tausenden Gipfelteilnehmer, Polizisten und Demonstranten versorgen, sich um Verletzte kümmern und - wenn nötig - Brände löschen. Vier von fünf Helfern sind aus Baden-Württemberg, die übrigen sind aus anderen Bundesländern angereist. Neun von zehn Rettern sind ehrenamtlich im Einsatz.
- Sie können bis zu 200 Verletzte in mobilen Krankenstationen sofort versorgen. Außerdem sind rund 600 Rettungsfahrzeuge und Feuerwehrautos einsatzbereit.
- Im Schilderwald an den Absperrungen sorgen rund 100 Mitarbeiter unter anderem der Autobahn- und Straßenmeistereien rund um die Uhr für Zeichen zu den Absperrungen, Umleitungen und Ausweichrouten.
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