Auch, wenn die Ortenau RKI-Risikogebiet würde, soll die Grenze zum Elsass offen blieben © Alexander Gehringern

Für Ostfrankreich mit dem Elsass gilt zwar seit Mitternacht eine offizielle Corona-Reisewarnung, das bedeutet aber keine Grenzschließung: Dank der sog. 24-Stunden-Regel, die Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Elsass gestern eingeführt haben, können sich alle Elsässer und Ortenauer auf beiden Rheinseiten für 24 Stunden weiterhin ohne Test, Quarantäne oder andere neue Einschränkungen im Grenzgebiet frei bewegen und ihrem Alltag nachgehen, also auch mit Einkaufen und Besuchen. Inzwischen liegt aber auch die Ortenau mit 44,5 Stand gestern nicht mehr weit vom kritischen 7-Tage-Corona-Wert 50 pro 100.000 Einwohner und damit vom RKI-Risikogebiet entfernt. Aber auch das soll den Grenzverkehr nicht beeinträchtigen, so Landrat Frank Scherer. Elsässer hatten sich trotz der Neuregelung auch gestern in der Ortenau mit Einkäufen eingedeckt - besonders gefragt: Toilettenpapier. Deswegen muss laut Handelsverband Südbaden aber niemand von der Rolle sein, die Lager seien voll und wenn jeder nach seinem normalem Bedarf kaufe, gäbe es auch keine Engpässe. Auch das Kanton Zürich, das an Südbaden angrenzt, ist jetzt Corona-Risikogebiet. Aber auch dort gilt die 24-Stunderegel für ungehinderte Kurzaufenthalte. (as)

+++Diese Ausnahmen von der Quarantänepflicht gelten für Menschen aus den Grenzgebieten Baden-Württemberg- Frankreich / Schweiz+++

Einreisen nach Baden-Württemberg aus Grenzregionen für weniger als 24 Stunden (namentlich: in Österreich das Land Vorarlberg, im Fürstentum Liechtenstein das gesamte Staatsgebiet, in der Schweiz die Kantone Appenzell, Aargau, Basel, Basel-Landschaft, Jura, Schaffhausen, Solothurn, Sankt Gallen, Thurgau und Zürich, in Frankreich die Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin).

· den beruflich bedingten grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Güterverkehr,

· beruflich notwendige Einreisen aus dem Risikogebiet (z.B. Berufspendler, Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Werkleistungs- sowie Dienstleistungserbringer),

· für notwendige medizinische Behandlungen

· sowie für Personen, die sich nur kurzzeitig (weniger als 48 Stunden) im Risikogebiet aufgehalten haben (Auspendler).

· Auch Beschäftigte, die unaufschiebbar beruflich veranlasst in das Risikogebiet einreisen müssen, beispielsweise Montagearbeiter, müssen nach der Wiedereinreise nicht in Quarantäne. Insbesondere Berufs- und Bildungspendler sind daher von Vorneherein von der Quarantänepflicht ausgenommen.

  • Auch Verheiratete oder Partner einer festen Beziehung sind von der Quarantänepflicht befreit.

 

 

Auch, wenn die Ortenau zum Corona-Risikogebiet erklärt würde, beruhigt der Ortenauer Landrat Frank Scherer:

Weitere News

23. Okt. 2020 - 18:18
Ab morgen (sa) Abend gilt erstmals im Unterelsass mit dem Raum Straßburg eine nächtliche Ausgangssperre: Das „Ba Rhin“ zählt zu den "roten Zonen" mit der maximaler Corona-Alarmstufe in Frankreich. Das bedeutet, dass niemand in dem Département...
23. Okt. 2020 - 17:50
Er sitzt seit 1972 im Bundestag und tritt zum 14. Mal für den Wahlkreis Offenburg an: Wolfgang Schäuble wurde von den CDU-Mitgliedern mit fast 98 Prozent der Stimmen wieder als Kandidat für die Bundestagswahl 2021 nominiert. Der amtierende...
23. Okt. 2020 - 17:11
In Waldkirch war ein Kind am Mittwochmorgen von einem Mann auf dem Schulweg angesprochen und am Arm festgehalten worden – gefilmt von einem Passanten. Das Video hatte für Aufsehen im Netz gesorgt. Die Emmendiger Polizei hat sich eingeschaltet – sie...
23. Okt. 2020 - 16:07
Der Ortenaukreis wollte einen klärenden Erlass des Sozialministeriums abwarten, damit es nicht wieder hüh und hott geht, aber jetzt ist klar: In der Ortenau gilt ab Samstag, 24. Oktober eine Sperrstunde für die Gastronomie zwischen 23 und 6 Uhr....
23. Okt. 2020 - 15:12
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Baden-Württemberg hält nichts von der neuen Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr für Gastronomiebetriebe in Corona-Risikogebieten. Das sei nicht nachvollziehbar und nicht verhältnismäßig. Nach...
23. Okt. 2020 - 15:07
Der Medienkonzern Hubert Burda Media mit Stammsitz in Offenburg verändert seine Strukturen. Ab Anfang 2021 werden alle deutschen Verlagsaktivitäten zu einer publizistischen Einheit zusammengefasst unter dem Namen „Burda Verlag“, teilte das...