Am Rande des NATO-Gipfels ist es am frühen Morgen in Straßburg erneut zu schweren Krawallen gekommen. Gipfel-Gegner warfen Steine auf die Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Tränengas, Gummigeschosse und Blendschockgranaten ein. 25 Demonstranten hätten Baseballschläger und Stöcke bei sich getragen, sie seien festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Nach Angaben der NATO-Gegner seien einige Demonstranten durch Gummigeschosse verletzt worden. Tausende Polizisten waren im Einsatz.
In der Innenstadt blockierten Gipfel-Gegner stundenlang eine Zufahrtsstraße zum Tagungsort. Die Menschen protestierten dort friedlich mit Pfeifkonzerten, Trommeln und „Nein zur NATO“-Rufen.
Es sei schon ein Erfolg, dass sie bis dorthin vorgedrungen seien, so ein Sprecher der NATO-Gegner.
Rund 1.800 Demonstranten hatten sich am Vormittag nach Angaben der Polizei rund um die Innenstadt verteilt. Ihnen war es am Morgen trotz eines massiven Aufgebots an Sicherheitskräften gelungen, vom Protestcamp am Stadtrand ins Zentrum zu kommen. Die Gipfel-Gegner sprachen von rund 3.000 Demonstranten.
Bereits am Donnerstag und gestern gab es vor allem in Straßburg Ausschreitungen. Mehr als 300 militante NATO-Gegner wurden bislang festgenommen.

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