Günstige Ferien mit Kindern: In vieler Hinsicht gibt es Sparpotential!
Günstige Ferien mit Kindern: In vieler Hinsicht gibt es Sparpotential! © Pixabay



Günstige Ferien mit Kindern: 5 Tipps für einen entspannten Urlaub mit kleinem Budget

Mit den Kids in den Urlaub zu fliegen, kann besonders in den Ferienzeiten zu einem kostspieligen Ereignis werden. Wer mit drei oder vier Personen in die Sommerferien startet, ist unterm Strich schnell eine vierstellige Summe los. Nicht nur Pauschalreisen und Kreuzfahrten kosten in der schulfreien Zeit deutlich mehr, hinzu kommen noch diverse Ausgaben etwa für das Parken am Flughafen, Mietwagen, Sitzplätze, Koffer und Mahlzeiten im Flugzeug sowie gefühlte tausend Kleinigkeiten am Urlaubsort. Wir haben 5 wertvolle Tipps, wie Sie auch mit kleinem Budget günstige Ferien mit Kindern verbringen können!

 

Für viele Eltern und Kinder gehören die langen Sommerferien zu den Highlights des Jahres. Sechs Wochen lang locken die beliebten Urlaubsdestinationen in Europa und weltweit. Das Mittelmeer ist im Hochsommer eine regelrechte Badewanne und Familien können bei viel Sonnenschein sorglose Wochen am Strand unter Palmen verbringen. „Für uns geht es dieses Jahr in den großen Schulferien auf Mittelmeer-Kreuzfahrt. Wir fliegen von Hannover nach Mallorca und fahren von dort aus mit dem Schiff“, berichtet Nora Abel aus Scharbeutz bei Lübeck. Die 38jährige Lehrerin ist mit ihren beiden Kindern unterwegs – ein teures Vergnügen. Denn der Urlaub in der hochfrequentierten Reisezeit kann ordentlich ins Geld gehen. Wer nach einer halbwegs bezahlbaren Pauschalreise für die ganze Familie sucht, muss sehr rechtzeitig buchen oder tief in die Tasche greifen. Auch Nora Abel berichtet von deutlich erhöhten Preisen, obwohl sie die Reise lange im Voraus gebucht hat. Wer kann, sollte Reisen in den Schulferien schon mehrere Monate vorab buchen. Einige Reiseexperten empfehlen sogar, Urlaubsreisen in den Ferien bis zu elf Monate vor Ferienbeginn zu sichern. Manche Kreuzfahrten müssen sogar bis zu zwei Jahre im Voraus gebucht werden, weil nur sehr wenige Kabinen für Familien vorhanden sind. „Wir haben unsere Tour schon im April 2017 gebucht und die Kabine auch nur bekommen, weil eine andere Familie storniert hat“, berichtet Nora Abel.

 

Die größten Kostenfaktoren beim Urlaub mit Kindern

 

Nicht nur die Pauschalreise mit Kindern an sich, sondern auch die Zusatzkosten im Urlaub können noch einmal ordentlich summieren: Bereits bei der Buchung im Internet gibt es einiges zu beachten. Reisegepäck, Sitzplätze im Flugzeug und Mahlzeiten können den Preis für den Flug im Nachhinein deutlich in die Höhe treiben. Versicherungen wie die wichtige Auslandskrankenversicherung, Gepäckversicherung und Reiserücktritt kommen unter Umständen noch zu den Kosten einer Pauschalreise hinzu. Und auch auf dem Weg zum Airport wird es unter Umständen richtig teuer. Denn wie eine Studie des Buchungsportals Parkplatz.de zur Parksituation an den größten deutschen Flughäfen ermittelt hat, kann das Parken am Flughafen besonders in den Ferien und über die Feiertage zu einem kostspieligen Vergnügen werden, weil günstige Stellplätze schon Wochen im Voraus ausgebucht sind. Und auch am Urlaubsort ist kein Ende der Kosten in Sicht: Beim Mietwagen lauern für Familien ebenfalls versteckte Kosten. Und wer nicht gerade ein echtes All Inclusive Paket gebucht hat, auf den warten kräftige Ausgaben für Essen und Getränke. Wie lassen sich die Kostenfallen für Familien mit Kindern in den

Ferien geschickt umgehen?

Wunschsitzplatz im Flugzeug: Wer unbedingt mit der Familie zusammensitzen möchte, zahlt bei vielen Airlines mittlerweile einen kräftigen Aufpreis. Foto: Pixabay

Wunschsitzplatz im Flugzeug: Wer unbedingt mit der Familie zusammensitzen möchte, zahlt bei vielen Airlines mittlerweile einen kräftigen Aufpreis. Foto: Pixabay

 

1. Zusatzkosten beim Flug: Wunschsitzplätze, Koffer, Mahlzeiten

 

Eine der größten und gleichzeitig am leichtesten zu vermeidenden Quellen für Zusatzkosten sind die Aufpreise rund um das Fliegen. Familien, die eine Pauschalreise im Billigflieger buchen, müssen damit rechnen, dass Wunschsitzplätze für Eltern und Kids, Koffer und Mahlzeiten an Bord noch nicht inklusive sind. Diese Leistungen werden oftmals separat berechnet. Selbst bei Charterfliegern mit den bekannten Ferien-Airlines kann es immer häufiger dazu kommen, dass die Leistungen vorab oder am Check-in-Schalter bezahlt werden müssen. Da können pro Person leicht noch einmal 50 Euro oder mehr zusammenkommen.

Deshalb sollten Urlauber direkt in den Buchungsdetails schauen und prüfen, welche Leistungen schon inkludiert sind und fehlende Optionen möglichst sofort ergänzen. Wem erst später am Flughafen auffällt, dass seine Gepäckstücke und Wunschsitzplätze noch nicht gebucht sind, zahlt bei manchen Airlines am Schalter den doppelten Preis für die Nachbuchung. Bei vier Personen kann das ganz ordentlich ins Geld gehen. 

 

2. Reiseversicherungen: Was brauche ich wirklich?

 

Der zweite große Garant für Zusatzkosten sind die Reiseversicherungen. Vielfach werden Policen direkt bei der Buchung der Pauschalreise angeboten. Einige Anbieter versuchen, diese direkt und recht aufdringlich mitzuverkaufen. Dazu zählen vornehmlich Reiserücktrittsversicherungen, Auslandskrankenversicherungen und Gepäckversicherungen. Aber welche davon braucht die Familie wirklich? Denn bei drei bis vier Personen können hier einige Extrakosten entstehen.

Eine Absicherung für Krankheitsfälle im Ausland sollte unbedingt für jedes Familienmitglied bestehen. Die Kosten für eine Behandlung im Ausland wird von den meisten Krankenkassen nicht übernommen. Im Zweifelsfall können Urlauber bei ihrer Krankenversicherung nach Tarifen fragen oder die Familie einfach online etwa bei einem günstigen Testsieger versichern. „Wir sind privat versichert. Unsere Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Behandlung im Ausland“, berichtet Nora Abel. Weitere Policen für das Gepäck und Reiserücktritt habe sie nicht eingeplant. Diese können Urlauber nach dem eigenen Sicherheitsbedürfnis abschließen. Reisende sollten in jedem Fall genau prüfen, ob der Anbieter der Pauschalreise wirklich die günstigsten und besten Versicherungen im Angebot hat oder ob es preiswertere Alternativen gibt.

 

3. Parkplätze am Flughafen: In den Ferien besonders teuer!

 

Enormes Sparpotenzial hat auch das Parken am Flughafen. Viele Urlauber können oder wollen nicht mit dem Zug zum Flug fahren, sondern mit dem eigenen Auto. Das ist für Familien oftmals bequemer und flexibler. Allerdings kann das Abstellen des Wagens am Airport auch seinen Preis haben: Wie eine Studie des Portals Parkplatz.de herausgefunden hat, steigen die Preise in Ferienzeiten und anderen Stoßzeiten deutlich an. Die steigenden Parkplatzkosten sind vornehmlich darauf zurückzuführen, dass viele günstige Parkflächen lange vor Ferienbeginn ausgebucht sind und spontan nur noch die teuren Premium- Parkhäuser für Geschäftsreisende an den Flughäfen zur Verfügung stehen. Das trifft besonders auf die beliebten Flughäfen Frankfurt am Main, München und Düsseldorf zu. Je näher die Sommerferien rücken, desto mehr günstige Parkplatz-Kontingente sind an den großen Airports ausgebucht. Aktuell zahlt man am Flughafen Frankfurt noch 72 Euro für die Woche Parken in den Sommerferien vom 01. bis 08. Juli 2018. Sobald die günstigen „Holiday“-Parkflächen ausgebucht sind, liegt der Preis erfahrungsgemäß schnell im dreistelligen Bereich. Am Düsseldorf Airport variieren die Preise aktuell zwischen 29 und 204 Euro für den gleichen Zeitraum. München liegt mit Preisen zwischen 59 und 165 Euro preislich in der Mitte.

Laut der Erhebung des Portals sollten Reisende deshalb ihren Parkplatz bereits frühzeitig einige Monate vor Abreise buchen. Zudem besteht die Möglichkeit, einen alternativen Anbieter von Parkplätzen in der Nähe des Flughafens ausfindig zu machen. Das bietet in vielen Fällen noch einmal zusätzliches Sparpotential. Auf alternativen Flughafen-Parkplätzen kostet die Woche im getesteten Zeitraum in Stuttgart und Frankfurt ab 50 Euro und in Düsseldorf ab 45 Euro. Am Münchner Flughafen zahlt man pro Woche mindestens 43 EUR in den Pfingstferien. Die etwas Abseits liegenden Parkplätze sind häufig eine lohnende Alternative, wenn die günstigen offiziellen „Holiday“-Parkplätze ausgebucht sind

und bieten großes Sparpotential.

Flughafen München: Die Preise der offiziellen und alternativen Parkhäuser zu vergleichen, kann sich lohnen!Foto: Pixabay

Flughafen München: Die Preise der offiziellen und alternativen Parkhäuser zu vergleichen, kann sich lohnen!Foto: Pixabay

 

Übersicht: So viel kostet das Parken an den großen deutschen Flughäfen*

 

 

8 Tage offiziell

15 Tage offiziell

8 Tage alternativ

15 Tage alternativ

Frankfurt am Main

72 bis 170 Euro

93 bis 240 Euro

ab 62 Euro

ab 81 Euro

München

59 bis 165 Euro

77 bis 235 Euro

ab 42 Euro

ab 70 Euro

Düsseldorf

29 bis 204 Euro

48 bis 375,50 Euro

ab 42 Euro

ab 65 Euro

 

 

4. Vorsicht beim Mietwagen: Böse Überraschungen vermeiden!

Für die meisten Urlauber ist es keine Option, am Urlaubsort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Das kostet wertvolle Urlaubszeit und kann bei einer vierköpfigen Familie leicht in Stress ausarten. Ähnlich wie der Flughafen-Parkplatz sollte der Mietwagen ebenfalls rechtzeitig vorab gesichert werden. Denn auch hier gilt: Je näher der Abreisetag kommt, desto teurer wird in der Regel das Auto für den Urlaub. Wer den Wagen für seine Reise in den Sommerferien bucht, sollte direkt bei der Anmietung alle nötigen Versicherungen und Extras hinzufügen. Dazu gehört neben der Vollkaskoversicherung auch der Schutz für Scheiben und Felgen. Familien mit kleinen Kindern brauchen zudem Kindersitze oder ein Navigationsgerät – auch das sollte direkt bei der Bestellung angegeben werden. Nachbuchungen am Urlaubsort sind oftmals deutlich teurer. Wenn die Kosten hier komplett einsparen will, sollte sich einfach Navigationskarten offline auf das Smartphone laden und die Kindersitz von zu Hause mitbringen. Und auch auf nachträglich an der Mietwagenstation angebotene, teure Zusatzversicherungen kann man getrost verzichten. 

 

Gute Vorbereitung ist alles – dann steht den günstigen Ferien mit Kindern nichts mehr im Weg! Foto: Pixabay

Gute Vorbereitung ist alles – dann steht den günstigen Ferien mit Kindern nichts mehr im Weg! Foto: Pixabay

 

5. Verpflegung und Sightseeing vor Ort

 

Viele Familien Unterschätzen zudem die Verpflegungskosten vor Ort. Reisende, die nur Frühstück gebucht haben, um beim Angebot der Pauschalreise zu sparen, müssen sich die restlichen Mahlzeiten des Tages vor Ort kaufen oder im Hotel teuer anmelden. Bei vier Personen und sieben Tagen kann allein das abendliche Essengehen die Kosten der Reise mal eben um geschätzte 350 bis 700 Euro steigen lassen!

Besonders für Familien mit kleinem Budget bietet sich deshalb All Inclusive an, bei dem wirklich über den gesamten Tag alle Getränke und mindestens drei Mahlzeiten inklusive sind. Im Zweifelsfall sollten Urlauber bei der Buchung im Kleingedruckten nachlesen, welche Leistungen bei „AI“ inbegriffen sind. Auch Mittelmeer-Kreuzfahrerin Nora Abel freut sich schon auf das All Inclusive in ihrem schwimmenden Hotel: „Wenn alles inklusive ist, kann ich einfach entspannter reisen, weil ich nicht darüber nachdenken muss, ob ich den Kindern noch ein drittes Eis kaufe oder mir selber den Cocktail gönnen möchte. Man geht einfach zur nächsten Bar und holt sich, was man möchte, ohne über Geld nachzudenken.“  

Und auch das Sightseeing kann kräftig ins Geld gehen. Für Ausflüge und Eintritte werden – dupliziert mit vier – schnell hunderte von Euro fällig. Das gilt auch für die Kreuzfahrt von Nora Abel: „Zum Reisepreis zahlen wir meist etwa 300 Euro extra für Landausflüge. Auf der nächsten Reise jetzt im August machen wir das meiste auf eigene Faust. Dann kommen noch lokaler Bus oder Mietwagen dazu, das ist etwas günstiger“. Wer bei den Ausflügen im Urlaub noch mehr sparen möchte, kann sich die bevorzugten Attraktionen schon von Zuhause heraussuchen und per Mail oder Telefon einen Rabatt anfragen. Gerade Anbieter von Bootsausflügen und Sightseeing-Touren haben häufig Spielraum bei den Preisen, den sie Frühbuchern gelegentlich weitergeben.

 

Günstige Ferien mit Kindern: Vorbereitung ist alles!

Egal ob Strandurlaub oder Kreuzfahrt, der Urlaub in den Sommerferien gehört für viele Familien zu den absoluten Highlights des Jahres. Endlich sind mal alle Familienmitglieder für einen längeren Zeitraum beisammen und können gemeinsam am Strand relaxen oder das Urlaubsland erkunden. Doch wer ohne Vorbereitung spontan bucht, tappt leicht in die ein oder andere Kostenfalle. Manche Angebote sind einfach zu verlockend und die Liste der möglichen Extrakosten ist lang. Besonders bei Familien mit kleinem Budget kann schlechte Planung die Urlaubskasse ordentlich belasten. Mit unseren fünf Tipps können Familien mit Kindern auch mit kleinem Budget einen unvergesslichen Urlaub verbringen. Denn ohne fiese Zusatzgebühren macht das Relaxen am Strand oder Sonnendeck und das Planschen im Meer oder Pool gleich doppelt Spaß!

 

Von Sascha Tobias Tegtmeyer

 

*Der getestete Reisezeitraum war der 01. bis 08. Juli 2018 (bei 8 Tagen) / 01. bis 15. Juli 2018 (bei 15 Tagen). Die Preise wurden jeweils am 25. Mai 2018 auf den offiziellen Websites der Flughäfen abgerufen. Die Kosten für die alternativen Stellplätze am gleichen Tag auf Parkplatz.de. Die Preise können je nach Verfügbarkeit, Ort, Datum und Zeitraum variieren.

 

 

 

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