© Lino Mirgeler / dpa Bildfunk

Das meldet badenova:

Abkochempfehlung für Offenburg ist aufgehoben.

Das Trinkwasser in Offenburg muss nicht mehr abgekocht werden, die Abkochempfehlung ist aufgehoben. Das teilt die badenova-Tochter bnNETZE in Absprache mit dem Landratsamt Ortenaukreis am heutigen Mittwoch, 9. Oktober 2019 mit. Im Wasser fanden sich bei der erneuten Beprobung keinerlei Hinweise auf eine Belastung. Die Recherche ergab, dass vermutlich eine Fehlmessung bzw. ein Fehler im komplexen Probeanalyseprozess vorlag. Das Wasser an sich war nicht belastet. bnNETZE bedauert die Unannehmlichkeiten, die für die Offenburger Bürger durch das Abkochen entstanden sind. Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland überhaupt: Bereits beim kleinsten Verdacht auf eine Verunreinigung werden Präventivmaßnahmen wie z. B. eine Abkochempfehlung ausgesprochen.Der positive Befund auf eine Verunreinigung ist laut bnNETZE auf eine punktuelle Fehlmessung zurückzuführen, so ergab die Aufarbeitung des Vorgangs. Die zwei Proben, die Auffälligkeiten zeigten, waren bei erneuten Beprobungen komplett unauffällig, d.h. ohne Befunde. Die jüngsten Untersuchungen wurden, um 100% sicher und neutral zu sein, von verschiedenen Laboren vorgenommen. Auch beprobten bnNETZE und das Landratsamt Ortenaukreis verschiedene Stelle im Netz. Die Untersuchung des Wassers ist ein hochkomplexer Prozess: Er startet mit der Probenahme an verschiedenen Stellen im Trinkwassernetz, geht über den Transport bis dann im Labor der 48 h andauernde Prozess in der Mikrobiologie startet. Danach werden die Ergebnisse aufgenommen und ausgewertet. In den vergangenen zehn Jahren hatte bnNETZE im Offenburger Netz keine Verunreinigung zu verzeichnen. Auch wird das dortige Trinkwasser sogar wöchentlich beprobt, um eine einwandfreie Qualität zu jedem Zeitpunkt sicher zu stellen. Es werden pro Jahr rund 470 Proben entnommen: 370 vom Trinkwasser, 100 vom Rohwasser. Grundsätzlich prüft bnNETZE in allen ihren Wasserversorgungen und Wasserbetriebsführungen regelmäßig die Trinkwasserqualität. Die badenova-Tochter bnNETZE verantwortet im Auftrag der Offenburger Wasserversorgung (OWV) die Trinkwasserversorgung in der Stadt Offenburg mit allen Stadtteilen. Die Gemeinde Hohberg und Schutterwald beziehen Wasser von der Offenburger Wasserversorgung. Diese Versorgung wurde vorsorglich bis auf weiteres unterbrochen. Das Trinkwasser für die genannten Bereiche wird im Umkreis des Wasserwerks Sägeteich gewonnen und im Wasserwerk aufbereitet und desinfiziert. Die Offenburger nehmen pro Tag bis zu 10 Millionen Liter Trinkwasser ab, dies sind zwischen 8.000 und 10.000 Kubikmeter täglich. Trinkwasser höchster Qualität zu liefern ist das Ziel und der Anspruch von bnNETZE.

 

Yvonne Schweickhardt von badenova: Wie kam es zu der Fehlmessung?

bnNETZE bedauert die Unannehmlichkeiten, die für die Offenburger durch das Abkochen entstanden sind.

Das Wasser war laut Schweickhardt nicht belastet

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