Sie ist schon ordentlich herumgekommen in der Welt, in vier Ländern ist Alice Merton aufgewachsen. Geboren wurde sie Frankfurt am Main, als Kind lebte sie unter anderem in Kanada und jetzt wieder in Deutschland. Um das Gefühl, durch dieses ständige Umziehen „keine Wurzeln“ zu haben, ging es auch in ihrer Debütsingle „No Roots“. Dafür hat Alice ein eigenes Label gegründet und den Song in Eigenregie herausgebracht – und es wurde ein Megahit, Vodafone nahm ihn für seinen Werbespot und sogar in die US-Billboard-Charts stieg Alice Merton damit ein. Mit einem Album hat sie sich aber Zeit gelassen, erst knapp zwei Jahre und einige Singles später ist jetzt „Mint“ am Start. Diese Songs sind auch auf das Album gepackt – allesamt tanzbar mit ordentlich Beat und überaus ohrwurm-tauglich. Dass Alice aber auch anders kann, beweist sie auf dem Rest des Albums, wie zum Beispiel bei „Honeymoon Heartbreak“, das recht reduziert und ruhig ist und sich dann langsam aufbaut. Spontan fällt einem da der Lana-Del-Rey-Stil als Vergleich ein. Mit „Mint“ gibt Alice Merton auf jeden Fall ihre Visitenkarte für weitere Erfolge ab. Da gibt es sicherlich noch mehr als ein Mal ein Wiedersehen in den Charts.

Sven Steiner

Lash Out

Learn To Live

Honeymoon Heartbreak

2 Kids

Funny Business