Der vierfache Grammy-Gewinner ist zurück: nach vier Jahren gibt es ein neues Album von Lenny Kravitz, das mittlerweile elfte. Während der letzten Jahre hat er immer wieder an „Raise Vibration“ gearbeitet, erzählt er. „Ich habe viel Zeit auf den Bahamas verbracht, wo mein Studio ist. Ich habe das Leben ruhig angehen lassen, beobachtet und Songs geschrieben.“ Und anders als sonst war Kravitz bei den Aufnahmen nicht nur „nachtaktiv“ – nachts ist er an sich kreativer, aber sein Studio auf den Bahamas hat eine Glaswand, so dass er einen grandiosen Ausblick hat und nicht wie meist üblich „sich wie in einer Box“ fühlt. Die Instrumente hat Lenny Kravitz wieder alle selbst eingespielt.
Auf „Raise Vibration“ vereint er wieder unterschiedliche Musikstile, Funk ist dabei und es wird auch ruhig und sehr persönlich. „Johnny Cash“ beruht auf einem Erlebnis im Haus seines Produzenten – vorübergehend wohnte Kravitz dort und während gemeinsamer Arbeiten auch Johnny Cash mit seiner Frau June. Und die beiden kamen gerade dazu, als Lenny Kravitz am Telefon erfahren hatte, dass seine Mutter gestorben war – und sie trösteten ihn und fanden genau die richtigen Worte („Just hold me like Johnny Cash when I lost my mother, whisper in my ear, just like June Carter“, heißt es im Refrain des Songs)
Die kurzen Schreie bei „Low“ klingen übrigens nicht nur nach Michael Jackson, sie stammen tatsächlich von keinem Geringeren als dem King of Pop - die Ausschnitte sind noch von gemeinsamen Studiosessions.

Sven Steiner

Low

Johnny Cash

We Can Get It All Together

The Majesty Of Love

Who Really Are The Monsters?