Da weiß man halt, was man hat: Wo Pet Shop Boys drauf steht, ist auch Pet Shop Boys drin. Auch 35 Jahre nach ihrem ersten Welthit „West End Girls“ haben Neil Tennant und Chris Lowe ihren unverwechselbaren Synthiepop-Stil beibehalten. Die typischen 80er- (und  frühe-90er-) Sounds, im Laufe der Jahre soundtechnisch etwas aktualisiert – aber eben weiter unverkennbar.
„Hotspot“, das inzwischen 14. Studioalbum, ist Berlin gewidmet. Die Pet Shop Boys sind echte Berlin-Fans, mögen die Lebensart mit den vielen Cafés, und haben seit über zehn Jahren eine Wohnung dort, wo sie auch regelmäßig vorbeischauen. Berlin sei weniger hektisch als London, wissen die beiden zu schätzen. Neil Tennant hat in einem Interview erzählt, dass er im Sommer gerne mit dem Fahrrad durch die Wälder fährt. In den Songs geht es als Hommage an die Stadt zum Beispiel auch mal um einen Spaziergang am See oder eine Fahrt in der Berliner U-Bahn. In der aktuellen Singleauskopplung „Monkey Business“ kommt sogar noch 70er-Jahre-Funk dazu. Auch wenn Tennant und Lowe inzwischen über 60 sind: gemütlich wollen sie es doch nicht angehen lassen – es ist ein Partytrack übers Partymachen. Und die Party der Pet Shop Boys geht mit Sicherheit noch einige Jahre weiter. Im unverkennbaren Stil. Gut so.

Sven Steiner

I Don't Wanna

Hoping For A Miracle

Monkey Business

Will-O-The-Wisp