© Ferdinand Vögele

Zusammenfassung

 

In der  Straßburger Innenstadt sind am Dienstagabend bei einem Terrorattentat drei Menschen getötet worden. Zwölf weitere Personen wurden schwer verletzt - sechs leicht, sechs schwer.

Der mutmaßliche Täter ist weiter auf der Flucht. Er war laut dem französischen Innenminister Christophe Castaner der Polizei bekannt. Die Polizei in Straßburg bestätigte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass sie von einem terroristischen Hintergrund ausgehe. Der vermutlich radikalisierte Mann sei vor seiner Flucht von patrouillierenden Soldaten verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Polizei.

Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen. Die Untersuchung wurde unter anderem dem Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigten. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron schickte seinen Innenminister in ins Elsass, wie AFP unter Berufung auf den Élysée-Palast meldete.

Der Mann sollte nach einem Medienbericht eigentlich heute (Di) Morgen verhaftet werden. Wie der Sender France Info am Dienstagabend unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war er jedoch nicht zu Hause. Demnach wird ihm versuchter Mord vorgeworfen. Es handele sich um einen 29-Jährigen.

Bei dem Zwischenfall waren am Abend Schüsse abgegeben worden. Die Polizei riegelte Teile der Innenstadt ab. Das Innenministerium in Paris sprach ohne weitere Details von einem »schwerwiegenden Ereignis der öffentlichen Sicherheit«. Bewohner sollten zu Hause bleiben.

Das Europaparlament in der elsässischen Stadt wurde abgeriegelt. Niemand dürfe das Gebäude verlassen, Mitarbeiter seien per Handy-Kurznachricht oder Mail gewarnt worden, teilte eine Sprecherin der dpa mit.

»Meine Gedanken sind bei den Opfern der Schießerei in Straßburg, die ich mit großer Entschiedenheit verurteile«, schrieb EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker auf Twitter. 

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte sich auf Twitter »erschüttert über die schreckliche Nachricht« aus Straßburg. »Welches Motiv auch immer hinter den Schüssen steckt: Wir trauern um die Getöteten und sind mit unseren Gedanken und Wünschen bei den Verletzten. Hoffentlich gerät niemand mehr in Gefahr.«

Am deutsch-französischen Grenzübergang kontrollierte die Polizei am Abend Autos, die von Deutschland nach Frankreich fuhren. »Wir verstärken (...) aktuell die Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze in diesem Bereich«, teilte die Bundespolizei Baden-Württemberg auf Twitter mit. Später twitterte sie, dass der Verkehr einer grenzüberschreitenden Straßenbahn eingestellt worden sei. »Sofern möglich vermeiden Sie bitte aktuell den Grenzübertritt im Bereich #Kehl«, hieß es weiter.

In Straßburg selbst war Sirenengeheul zu hören. Eine Straße südlich der Innenstadt war abgesperrt. Ein Mann, der sich der Absperrung näherte, wurde angewiesen, kehrtzumachen. Als er der Aufforderung nicht nachkam, richteten mehrere Sicherheitskräfte ihre Waffen auf ihn. Schließlich kehrte er um. Die Polizei bat auf Twitter darum, keine falschen Informationen zu verbreiten.

Der Straßburger Markt sollte schon einmal Ziel eines Attentats sein: Im Jahr 2000 wurde ein geplanter Sprengstoffanschlag einer algerischen Gruppe rechtzeitig verhindert.

Stand 23.40 Uhr: 

Laut dem französischen TV-Sender BFMTV sollte der Täter heute Morgen eigentlich vernommen werden. Es ging um einen Raubüberfall. Der Mann konnte aber wohl nicht aufgefunden werden. Franceinfo berichtet weiter, dass der Grund für seine Vernehmung versuchter Totschlag gewesen sein soll. Laut der elsässischen Zeitung DNA stürmte die Polizei im Stadtteil Neudorf drei Häuser - aber ohne Erfolg. (ys/bo.de)

Stand 23.30 Uhr:

Der Straßburger Angreifer sollte nach Medienberichten eigentlich am Dienstagmorgen verhaftet werden. Wie der Sender France Info am Dienstagabend unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete, war der Mann jedoch nicht zu Hause. Demnach wird ihm versuchter Mord vorgeworfen. Es handele sich um einen 29-Jährigen. Wie Innenminister Christophe Castaner zuvor sagte, ist der Tatverdächtige den Behörden wegen - nicht näher bezeichneter - krimineller Taten bekannt. (dpa)

Stand 23.20 Uhr:

Laut dpa, die sich auf den französichen Nachrichtensender BFMTV bezieht, gibt es mittlerweile mindestens vier Tote. Die Polizei in Straßburg bestätigte diese Angaben auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht. Bisher sprechen die Behörden von zwei Todesopfern. (ys/bo.de)

Stand 23 Uhr:

Französische Medien berichten inzwischen von 4 Toten. Der mutmaßliche Täter flüchtete und habe sich „verschanzt“, sagt die Polizei. Immer noch kreist der Helikopter über Neudorf, Neuhof und dem Place de L'etoile. Die Anti-Terror-Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. (ys)

Stand 22.25 Uhr:
Der mutmaßliche Täter soll von Soldaten angeschossen worden sein, meldet die Nachrichtenagentur AFP - es sei bei der Verfolgung zu einem Feuergefecht gekommen. Die Bundespolizei hatte die Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Deutschland zuvor verschärft. (sst)

Stand 22.10 Uhr:
Der Täter ist wohl polizeibekannt. Die dpa meldet, dass die Polizei von einer Terrorattacke ausgeht. (ys)

Stand 21.50 Uhr:
Vize-Bürgermeister Alain Fontanel appellierte in einer Videobotschaft an die Straßburger, zuhause zu bleiben. (sst)

Stand 21.40 Uhr:
Nach neuesten Informationen sollen zwei Menschen getötet und elf verletzt worden sein. Der Täter flüchtete in Richtung Grand Rue und schoss dort nochmal um sich. Er soll identifiziert, aber noch nicht gefasst sein. Alle Krankenhäuser und Ärzte sind in Bereitschaft. Die Polizei wertet Überwachungsvideos aus. (we/sst)

Stand 20.55 Uhr:
Bei einem Zwischenfall hat es am Dienstag in Straßburg Schüsse gegeben. Es seien dabei Menschen verletzt und einer getötet worden, berichteten Polizeikreise der Deutschen Presse-Agentur. Wie der Nachrichtensender Franceinfo ergänzend berichtete, riegelte die Polizei Teile der Innenstadt ab. Das Pariser Innenministerium sprach ohne weitere Details von einem "schwerwiegenden Ereignis der öffentlichen Sicherheit". Bewohner sollten zu Hause bleiben. Auf Twitter wird berichtet, dass der Tramverkehr von Kehl nach Straßburg eingestellt worden sei. In der Straßburger Innenstadt sind an mehreren Orten Schüsse gefallen. Mehrere Personen wurden verletzt, ein Mensch ist gestorben. Die Polizei hat das Gebiet weiträumig abgeriegelt. (ts/dpa/bo.de)

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